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Hurrikan Matthew an US-Ostküste wird schwächer
Hurrikan Matthew setzt seinen Weg entlang der US-Ostküste unbeirrt fort und hat am Samstag mit seinem Auge das Festland erreicht. Er traf rund 60 km nördlich von Charleston an der Küste North Carolinas auf Land. Er schwächt sich langsam weiter ab.Hurrikan Matthew verliert glücklicherweise allmählich an Kraft und konnte bereits auf die niedrigste Kategorie, Stufe 1 zurückgestuft werden. Aktuell wirbelt Matthew mit Windgeschwindigkeiten von rund 120 km/h und Böen bis 145 km/h entlang der US-Ostküste schickt sich an, in der Nacht auf Montag nach Osten abzudrehen und hinaus auf den Westatlantik zu ziehen. Derzeit sind immerhin noch Wellenhöhen bis 8 Meter möglich. Das Ungeheuer zieht mit 23 km/h noch Nordosten, am Montag nach Osten.
Matthews Kraft reicht aber immer noch aus, um erhebliche Schäden anzurichten und Opfer zu fordern. Neben Orkanböen sind mit dem Wirbelsturm weiterhin massive Regenfälle verbunden. Matthew erstreckt sich mit seinem Regen am Sonntagvormittag von Norfolk in Virginia nordostwärts bis nach Delaware und New Yersey, Philadelphia inklusive. Auch New York dürfte von dem Ungeheuer während des Tages gestreift werden, aber weder große Regenmengen noch Orkanböen sind dort zu erwarten. Zudem wird Matthew voraussichtlich zu einem Tropensturm heruntergestuft werden.
Bislang sollen nationalen Medien zufolge mindestens 10 Menschen durch Matthew umgekommen sein. Autounfälle, umstürzende Bäume oder Ertrinken in Fahrzeugen waren dabei die häufigsten Ursachen.
Hauptproblem sind die enormen Wassermengen, die die Infrastruktur erheblich in Mitleidenschaft ziehen und lebensgefährlich sein können. Im Binnenland lassen sintflutartige Regenfälle Bäche zu reißenden Flüssen werden, an der Küste kommen die Sturmfluten hinzu. Bleibt zu hoffen, dass von keinen weiteren Opfern berichtet werden muss.
Unterdessen laufen die Rettungs- und Versorgungsarbeiten auf Haiti auf Hochtouren, sofern die betroffenen Gebiete erreicht werden konnten. Noch immer ist die genaue Opferzahl dort unklar. Der Kampf gegen die Ausbreitung von Seuchen ist in vollem Gange. Nicht selten sterben in armen Ländern mit prekären hygienischen Verhältnissen wie auf Haiti an den Folgen von Naturkatastrophen hinterher mehr Menschen als während der Katastrophe selbst. Trinkwasser, Medikamente, Nahrungsmittel, dort fehlt es an allem. Haiti bleibt angewiesen auf internationale Hilfe, betont das Team von wetter.net.