Alexander Uffelmann
Bereits in dieser Woche erstmals 30 Grad? Modelle tendieren nun zu Hitze!
Kaum haben wir die „Eisheiligen", die in diesem Jahr sehr markant waren, hinter uns gelassen, stehen die Zeichen direkt auf Hitze. Zwar haben die meisten Wettermodelle bislang eher wechselhaftes und relativ kühles Wetter bis Ende Mai berechnet, daran hat sich nun allerdings viel geändert.
Bis Donnerstag noch sehr durchwachsen
In der ersten Wochenhälfte bleibt uns das wechselhafte „Aprilwetter" mit dem ständigen Wechsel aus Schauern und kurzen sonnigen Abschnitten noch erhalten. Zwischendurch sind immer wieder ein paar Gewitter möglich, und an den Alpen regnet es länger. Dabei ist morgen landesweit der freundlichste Tag mit den wenigsten Regenfällen, während es am Mittwoch noch einmal viele kräftige Regengüsse und Gewitter gibt. Am Donnerstag fällt in der Osthälfte wohl noch vielerorts Regen, während es im Westen bereits freundlicher wird. Die Temperaturen steigen dabei ganz langsam an. So liegen die Höchstwerte heute noch zwischen 11 Grad im Westerwald und 19 Grad in der Altmark, während es am Donnerstag bereits 17 Grad an den Küsten und 24 Grad am Oberrhein gibt. Die Kälte der „Eisheiligen" verabschiedet sich nun also ganz. Auch die Nächte sind nun bereits deutlich milder: Von Bodenfrost ist nicht mehr die Rede, denn meist bleibt es auch nachts bei 7 bis 12 Grad recht mild.
Großer Wetterwechsel zur Wochenmitte: Knacken wir die 30 Grad?
Ab Donnerstag kann sich dann schließlich ein Hoch über uns ausbreiten, das sich zuvor im Südwesten Europas befindet. Dadurch werden die Schauerwolken nach Osten abgedrängt, und bei uns setzt sich trockenes Wetter mit viel Sonnenschein durch. In den darauffolgenden Tagen bleibt das freundliche Hochdruckwetter bestehen, wobei die genaue Windrichtung über die bei uns vorherrschenden Temperaturen entscheidet. Da das Zentrum des Hochs wohl eher über dem Osten Deutschlands liegen wird, befinden wir uns zum Wochenende nach derzeitigem Stand in einer schwachen Südströmung. Viel Wind wird es zwar nicht geben, allerdings gelangt in der Höhe sehr warme Luft zu uns.
Während die Höchstwerte am Freitag noch bei 20 bis 27 Grad liegen, steigt das Thermometer am Wochenende auf bis zu 30 Grad im Westen. Auch in den übrigen Landesteilen wird es mit 23 bis 28 Grad frühsommerlich warm. Zum Start in die nächste Woche könnte es laut einigen Modellberechnungen sogar richtig heiß werden: Dann sind im Westen und Südwesten bis zu 32 oder 33 Grad drin. Allerdings handelt es sich hier um die größten Ausreißer nach oben. Auch eine leichte Abkühlung mit einzelnen Gewittern ist zum Ende dieser Woche denkbar. Die genaue Wetterentwicklung ab dem Wochenende ist also noch recht unsicher.
Insgesamt steht jedoch wieder eine deutlich wärmere und trockenere Wetterperiode bevor, wobei vereinzelte Schauer gerade in den Abendstunden auch in der zweiten Wochenhälfte möglich sind. Ob es die erste richtige Hitzewelle des Jahres wird, ist jedoch noch mehr als fraglich.