Alexander Uffelmann
Der Winter ist zurück: Viel Schnee in vielen Landesteilen
Zum Start in die neue Woche hat es in vielen Regionen teils kräftig geschneit. Vor allem in der Landesmitte sind über Nacht vielerorts zwischen 5 und 10 Zentimeter Neuschnee gefallen, teilweise noch mehr. Auch im Norden sind die Schneefälle von Tief „Leonie" inzwischen angekommen und sorgen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mancherorts für Chaos im morgendlichen Berufsverkehr. Im Süden Deutschland hat es bereits gestern teils kräftig geschneit.
Schneefälle lassen nur langsam nach
Tief „Leonie" hat sich bei uns förmlich eingenistet. Die Schneefallgebiete ziehen derzeit nur recht langsam im Kreis über Deutschland hinweg, daher sind mancherorts selbst im Flachland größere Neuschneemengen denkbar. Zum Nachmittag lässt die Intensität der Schneefälle schließlich überall allmählich nach und stellenweise lockert die Wolkendecke auf. Die Temperaturen liegen dabei bei maximal minus 2 bis plus 2 Grad, nur im Südwesten können entlang des Oberrheins bis zu 7 Grad erreicht werden. Hier fällt teilweise auch Regen. In der Nacht schneit es nur noch im Osten vereinzelt, sonst bleibt es meist trocken und stellenweise klart der Himmel auf. Dazu liegen die Temperaturen bis auf den äußersten Südwesten fast überall im leichten Frostbereich.
Chaotische Zustände am Montagmorgen
Durch die verbreiteten Schneefälle herrscht insbesondere in den nördlichen Landesteilen regional Verkehrschaos. Die Bahn hat bereits jetzt viele Verbindungen im Fernverkehr eingestellt oder massiv eingeschränkt. Betroffen sind neben Niedersachsen und Hamburg auch der Großraum Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Im Süden ist vor allem die Region um Stuttgart und Ulm von den Einschränkungen im Bahnverkehr betroffen. Auch auf den Straßen kam es in vielen Teilen des Landes zu Verzögerungen und einzelnen Unfällen aufgrund von Schnee und Eis. Da die Schneefälle im Tagesverlauf wohl an Intensität verlieren, sollte sich die Situation im Tagesverlauf ein wenig entspannen.
Winter-Episode 2.0 oder nur kurzes Schnee-Intermezzo?
Der diesjährige Januar ist nach mehreren Jahren wohl der erste Monat, der im bundesweiten Mittel eine leichte negative Abweichung der Temperatur im Vergleich zum Zeitraum der Jahre 1961 bis 1990 haben wird. Wie es aktuell jedoch weitergeht, darüber sind sich die Wettermodelle noch nicht sicher. Tendenziell bleibt es aber in der Nordosthälfte die ganze Woche über recht winterlich kalt, während sich im Südwesten mildere Atlantikluft durchsetzen kann. Wo genau der Übergang liegt, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch schwer zu beurteilen.