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Frankreich alarmiert wegen extremer Hitzewelle: Météo-France warnt vor bis zu 43 Grad Frankreich erlebt derzeit eine außergewöhnlich intensive und lang anhaltende Hitzewelle mit bereits erschreckenden Temperatur-Rekorden

Nach Angaben von Météo-France handelt es sich um ein großflächiges Hitzeereignis, das seit Mittwoch, dem 17. Juni, andauert und sich in den kommenden Tagen weiter auf sehr hohem Niveau halten soll. Viele Départements stehen unter roter oder orangefarbener Hitzewarnung. 

Météo-France spricht von einer Hitzewelle, die in ihrer Intensität mit den Ereignissen von Juli 2019 und August 2003 vergleichbar sein könnte – sowohl bei den Tageshöchstwerten als auch bei den nächtlichen Temperaturen. 38 bis 42 Grad – lokal sogar 43 Grad möglich 

Am Sonntag, dem 21. Juni, wurden auf großen Teilen Frankreichs bereits mehr als 36 Grad gemessen. Häufig lagen die Höchstwerte zwischen 38 und 42 Grad. Der höchste vorläufige Wert wurde mit 42,2 Grad in Pissos gemessen. In Châteaumeillant waren es 42,0 Grad, in Montmorillon, Belis und Navarrenx jeweils 41,5 Grad. 

Für Montag rechnet Météo-France mit einer weiteren Verschärfung. In der Region Paris, in der westlichen Bretagne und im Rhonetal werden 38 bis 40 Grad erwartet. Vom nördlichen Aquitanien bis zur Touraine und nach Anjou sind 40 bis 42 Grad möglich. Lokal können sogar 43 Grad erreicht werden. Die nationale Mitteltemperatur könnte nach Angaben von Météo-France ein Niveau erreichen, das an den heißesten jemals in Frankreich gemessenen Tag heranreicht. 

Besonders belastend sind die sehr hohen Nachttemperaturen:

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden zwischen Gironde und Poitou Tiefstwerte von 23 bis 26 Grad erwartet. 
Für Dienstagmorgen prognostiziert Météo-France auf großen Teilen des Landes Tiefstwerte von 20 bis 26 Grad. 

Von der Bretagne über die Pays de la Loire bis in den Norden Nouvelle-Aquitaines sind sogar 23 bis 26 Grad, örtlich 27 bis 28 Grad möglich. 


Teilweise könnten erneut Rekordwerte für nächtliche Tiefsttemperaturen erreicht werden. 

Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden neue Juni-Rekorde gemessen, unter anderem 22,9 Grad in Carcassonne, 23,0 Grad in Avord und 22,3 Grad in Saint-Martin-Curton

Hitzeplateau bis mindestens Donnerstag 

Eine schnelle Entspannung ist laut Météo-France nicht in Sicht. Die Temperaturen sollen von Montag bis mindestens Donnerstag auf einem extrem hohen Plateau bleiben.

Sowohl die Höchstwerte am Tag als auch die Tiefstwerte in der Nacht verharren demnach auf außergewöhnlichem Niveau. Eine mögliche Abkühlung könnte sich frühestens ab Freitag, dem 26. Juni, andeuten. 

Météo-France betont jedoch, dass diese Entwicklung noch bestätigt werden muss. 


Waldbrandgefahr nimmt zu 

Die anhaltende Hitze, sehr trockene Luft und ausbleibender Regen lassen die Vegetation weiter austrocknen. Météo-France beobachtet bereits eine Zunahme von Feld- und Buschbränden. In den kommenden Tagen dürfte sich die Waldbrandgefahr auf weitere Regionen ausweiten und ein höheres Niveau erreichen.
Auch die Böden trocknen weiter aus

Besonders in Aquitanien, im Limousin, in der Auvergne, im Elsass und in Okzitanien könnten sich die Bodenfeuchtewerte lokal saisonalen Rekordwerten nähern. 

Erste 40 Grad bereits am 18. Juni Die Marke von 40 Grad wurde in dieser Hitzewelle erstmals am Donnerstag, dem 18. Juni, überschritten. 

In Montmorillon wurden 40,2 Grad gemessen – ein neuer Juni-Rekord für diese Station. 


Météo-France ordnet die aktuelle Hitzewelle als erste des Jahres 2026 ein

Auffällig ist der frühe Zeitpunkt Mitte Juni. Zwar gab es auch in den Jahren 2005, 2017, 2022 und 2025 bereits frühe Hitzewellen, doch das aktuelle Ereignis kündigt sich nach Einschätzung der Behörde als schwerer an als bisherige Hitzewellen zu dieser Jahreszeit. 

Zusammenhang mit dem Klimawandel Météo-France weist darauf hin, dass diese Hitzewelle die 52. seit Beginn der französischen Messreihe im Jahr 1947 ist. 

Zwei Drittel aller registrierten Hitzewellen traten seit Beginn des 21. Jahrhunderts auf. 

Die Hälfte aller Hitzewellen seit 1947 wurde allein nach 2010 registriert. Die Behörde betont, dass solche frühen Hitzeereignisse vor dem kalendarischen Sommerbeginn in einem sich verändernden Klima wahrscheinlicher werden.

Quelle: Météo-France, Vigilance Canicule und Bericht „Un épisode de canicule intense et durable en cours sur le pays", 21./22. Juni 2026. https://meteofrance.com/actualites-et-dossiers/actualites/canicule-une-vague-de-chaleur-sinstalle-cette-semaine