Während der diesjährige Winter bislang vor allem in den nördlichen Landesteilen für viel Schnee und lange Kaltphasen sorgt, ist nun auch der Alpenraum an der Reihe. Heute schneit es in der Südhälfte vielerorts leicht, am Alpenrand können sich die Niederschläge allerdings stauen.
Über 20 Zentimeter Neuschnee in den Nordalpen
Die Skigebiete wird es freuen: Endlich gibt es wieder frischen Naturschnee für die Loipen und Pisten. Heute ziehen zunächst im Südwesten einzelne Niederschläge in Form von leichtem Regen oder Schneefall auf, die etwa bis zur Landesmitte vorankommen. Viel Schnee ist hier allerdings nicht in Sicht. Südlich des Mains nimmt die Niederschlagsneigung dagegen stetig zu, jedoch ist es hier am Vormittag noch zu mild für Schnee bis in die Niederungen. Oberhalb von etwa 600 Metern wird es jedoch weiß.
Zum Nachmittag dreht der Wind immer mehr auf nördliche Richtungen, sodass die Niederschläge gegen die Alpen gedrückt werden, was hier kräftige und anhaltende Schneefälle auslösen wird. Auch die Temperaturen fallen dabei immer weiter ab, sodass es südlich der Donau bis zum Abend fast überall schneit. Auch in München sind einige Zentimeter Neuschnee möglich. Der Schnee kann aufgrund von Isothermie bis in tiefe Lagen fallen. Das kommt zustande, wenn stärkere Niederschläge über einen längeren Zeitraum hinweg und ohne viel Wind anhalten, wodurch die Kälte aus der Höhe mit den Niederschlägen nach unten gedrückt wird. Besonders Schnee hat hier auch einen zusätzlichen selbstkühlenden Effekt.
Der Schneefall an und in den Alpen hält voraussichtlich bis morgen Vormittag an und schwächt sich dann allmählich ab. In den nördlichen Landesteilen ist von den Niederschlägen heute allerdings wenig zu spüren. Höchstens vereinzelt rieseln ein paar Flocken vom Himmel. Zum Nachmittag lockert die Wolkendecke im Nordwesten dazu vielerorts etwas auf. Die Höchstwerte liegen dabei bei minus 1 Grad im Norden und 7 Grad in Niederbayern. Hier werden die höchsten Temperaturen allerdings bereits am Vormittag erwartet.
Zwischenhoch sorgt für angenehmen Sonntag
Morgen klingen die letzten Schneefälle im Südosten relativ schnell ab und vielerorts kann sich die Sonne durchsetzen. Zuvor erwartet uns eine bundesweit frostige Nacht mit Tiefstwerten zwischen minus 2 Grad am Oberrhein und minus 12 Grad in Schleswig-Holstein. Insbesondere in der Landesmitte ist es morgen über weite Strecken sonnig, örtlich gibt es jedoch auch Hochnebel. Im Norden überwiegt dagegen häufiger eine kompaktere Wolkendecke.
Zum Abend ziehen im Südwesten neue Wolken auf, die schnell in der gesamten Südwesthälfte kräftige Schneefälle auslösen. Hier kann es bis in die tiefsten Lagen einige Zentimeter Neuschnee geben, bevor am Montagmorgen mildere Luft aus Westeuropa nachströmt und Tauwetter einsetzt. Der Wind weht morgen meist schwach aus südlichen Richtungen und nimmt zum Abend hin im Westen deutlich zu. Dazu steigt das Thermometer auf minus 3 Grad auf Rügen und 5 Grad am Niederrhein.
Es bleibt somit bei nur einem freundlichen Tag, bevor neue Tiefs für turbulentes und nasskaltes Wetter sorgen werden. Eine längere sonnige Phase ist derzeit nicht in Sicht.