Alexander Uffelmann
Viel Regen im Norden: Vereinzelt nasse Flocken möglich!
Heute präsentiert sich das Wetter hierzulande zweigeteilt: Während der Südwesten viel Sonne abbekommt und die Temperaturen bis zu 15 Grad erreichen, herrscht in Teilen des Nordostens ergiebiger Dauerregen. Auch die Temperaturen sind dort deutlich niedriger.
Ergiebiger Dauerregen im Nordosten
Verursacht werden die Regenfälle im Nordosten durch ein kleines Tief, das sich über Brandenburg befindet und nur langsam ostwärts zieht. Daher kommen insbesondere zwischen der Lausitz und Ostfriesland teils erhebliche Regenmengen zusammen. Regional werden über 20 Liter pro Quadratmeter erwartet. Im äußersten Nordosten bleibt es hingegen meist trocken, da die Niederschläge dort bereits abgeklungen sind. Im Tagesverlauf verlagert sich der Regen langsam nach Süden und erreicht am Nachmittag die Landesmitte, wo die Niederschläge im Laufe des Abends zunehmend nachlassen. Gerade in den nordöstlichen Landesteilen wird das Wasser aktuell jedoch dringend von der Vegetation benötigt.
Isothermie-Effekt sorgt stellenweise für Schneefall bis ins Tiefland
Die Temperaturen liegen im Dauerregengebiet meist zwischen 2 und 7 Grad, sodass stellenweise auch nasse Schneeflocken möglich sind. Halten die starken Niederschläge über einen längeren Zeitraum an, kann sich bei wenig Wind ein sogenannter Isothermie-Effekt einstellen. Dabei bildet sich eine Art Luftsäule aus den höheren, kalten Luftschichten bis zum Boden, begünstigt durch den herabfallenden Niederschlag. Dadurch können die Temperaturen mancherorts noch einige Grad niedriger sein als vorhergesagt – genau der Unterschied zwischen Regen und Schneefall. In einem Streifen entlang der Elbe muss heute somit punktuell mit dichten Schneeflocken gerechnet werden. Eine Schneedecke ist im Flachland jedoch sehr unwahrscheinlich, da der Boden bereits deutlich aufgewärmt ist und der Isothermie-Effekt oft nur kurzzeitig anhält, bevor die Niederschläge nachlassen. Im Bergland, etwa in den höheren Lagen von Harz und Erzgebirge, ist hingegen durchaus eine dünne Schneedecke möglich.
Südwesten bleibt vom nasskalten Wetter verschont
Südlich einer Linie von der Eifel bis zum Bayerischen Wald wird man vom nasskalten Schmuddelwetter kaum etwas mitbekommen. Hier scheint in vielen Regionen über mehrere Stunden die Sonne, nur vereinzelt ziehen Schönwetterwolken durch. Auch die Temperaturen liegen mit 9 bis 15 Grad auf einem höheren Niveau. So richtig warm wie in den vergangenen Tagen wird es jedoch auch hier nicht. In den kommenden Tagen setzt sich im ganzen Land wieder ruhigeres und etwas wärmeres Hochdruckwetter durch.