Kathy Schrey
Winterfront stürmt heran als 'Eisige Gefahr' aus Nordwesten: So heftig wird der Mittwoch wirklich!
Am Mittwoch breitet sich aus Nordwesten, dank tiefen Luftdrucks eine dichte Wolkendecke über Deutschland aus. So fallen teils schauerartige Schneeschauer, die im Tagesverlauf 3 bis 8 cm Neuschnee, lokal bis 10 cm, bringen können. Im Flachland und in der südlichen Landeshälfte bleibt der Schneefall deutlich schwächer. Im Südosten hält sich meist trockenes Wetter, gelegentlich zeigen sich Auflockerungen und kurze sonnige Abschnitte. Die Temperaturen erreichen im Nordwesten und entlang größerer Flüsse Werte zwischen -2 und +2 °C, im Binnenland herrscht verbreitet Dauerfrost zwischen -5 und 0 °C. Besonders in Tälern kann sich die Kaltluft stauen, sodass die Frostwerte länger anhalten. Der Wind weht aus südwestlicher bis südlicher Richtung. An der Nordsee treten stürmische Böen um 65 km/h auf, über der offenen See vereinzelt Sturmböen bis 80 km/h. Auch in den Kammlagen der Mittelgebirge bläst der Wind stark böig, auf dem Brocken sind einzelne Sturmböen möglich. Durch die Windgeschwindigkeit kommt es örtlich zu Schneeverwehungen, insbesondere auf exponierten Flächen, Küstenabschnitten und Kammlagen, was die Sicht stark einschränken kann.
In der Nacht zum Donnerstag kühlt der Südosten Deutschlands weiter stark aus. Die Tiefstwerte liegen verbreitet bei -12 bis -16 °C, in klaren Hochtälern und alpinen Regionen können die Temperaturen lokal sogar bis -18 °C fallen. Durch die hohe Stabilität der Kaltluft und die geringe Bewölkung verstärkt sich der Frost, was insbesondere in Tälern zu extrem niedrigen Temperaturen führt. Im Norden und Nordwesten bleiben die Werte milder, jedoch fallen sie auf -2 bis -8 °C, dabei können örtlich Glätte und gefrierender Regen auftreten, besonders auf Brücken, Nebenstraßen und exponierten Flächen. Schneeverwehungen treten vor allem an den Küsten, auf offenen Flächen und in den Mittelgebirgszügen auf. Der südliche bis südwestliche Wind frischt stark auf, an der Nordsee treten Böen um 65 km/h, über der offenen See bis 80 km/h auf. In den Kammlagen der Mittelgebirge sind einzelne stürmische Böen möglich, was die Bildung von Schneewehen und lokal eingeschränkter Sicht begünstigt. Vereinzelt fallen kurze Schneeschauer, teilweise mit Graupel oder Schneeböen, die insbesondere in exponierten Lagen die Straßenverhältnisse zusätzlich verschlechtern.
Die Wetteraussichten:
Donnerstag – Wolken und neue Schneefälle aus Westen
Von Westen ziehen neue Niederschlagsgebiete auf, zunächst als Schnee, in tieferen Lagen auch Regen oder gefrierender Regen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen -3 und +4 °C, nachts sinken sie auf -6 bis 0 °C, in alpinen Regionen noch kälter. An der Nordsee treten stürmische Böen um 65 km/h auf, exponierte Berglagen können Böen bis 80 km/h erleben. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag erreichen die Niederschläge den Süden, wo örtlich Glatteisregen möglich ist.
Freitag – Sturmtief bringt kräftige Schneefälle und Orkanböen
Ein kräftiges Sturmtief beeinflusst Deutschland. Im Norden und Nordwesten fallen starke Schneefälle mit Verwehungen, im Bergland sind Böen bis 80 km/h nicht ausgeschlossen. Tageshöchstwerte liegen zwischen 0 und +9 °C, nachts fallen die Temperaturen auf 0 bis -5 °C, im Bergland noch kälter. Im Südosten und in mittleren Landesteilen ist örtlich Glatteis durch gefrierenden Regen möglich. Besonders in exponierten Lagen sollten Verkehrsteilnehmer Vorsicht walten lassen.
Samstag – Wechsel aus Sonne, Wolken und Schneeschauern
Am Samstag wechseln Sonne und Wolken, erneut treten Schneeschauer auf, vereinzelt sind kurze Gewitter möglich. Die Tageswerte liegen zwischen 0 und +5 °C, im Bergland bleibt es frostig. Der Wind weht mäßig, in exponierten Lagen stürmisch mit Böen bis 65 km/h.
Sonntag – Eisige Temperaturen halten an
Der Sonntag bleibt landesweit frostig. Tageshöchstwerte erreichen nur -2 bis 0 °C, nachts sinken sie auf -10 bis -15 °C, in Tälern lokal darunter. Im Nordwesten treten vereinzelt Schneeschauer auf, der Wind weht schwach bis mäßig.
Montag – Dauerfrost im ganzen Land
Fortgesetzter Dauerfrost bestimmt den Montag. Die Tageswerte bewegen sich zwischen -2 und +1 °C, nachts fallen die Temperaturen auf -12 bis -17 °C, im Süden lokal noch tiefer. Schneeschauer treten vereinzelt auf, Glätte bleibt weit verbreitet.
Dienstag – Polarluft bringt erneut Schnee und frostige Nächte
Am Dienstag hält die Polarluft an: Schnee und Dauerfrost prägen den Tag. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen -5 und 0 °C, in mittleren Landesteilen bis +3 °C, nachts lokal unter -10 °C. Südwestwind sorgt an Küsten und exponierten Lagen für stürmische Böen zwischen 65 und 80 km/h.
Gefahrenhinweise für die Woche
Küstenregionen und Berglagen müssen weiterhin mit Schneeverwehungen und stürmischen Böen rechnen. Tieflagen sind durch gefrorenen Schnee und gefrierenden Regen gefährdet. In exponierten Tälern können besonders kalte Nächte auftreten, vereinzelt sind kurze Wintergewitter möglich.