Landesweite Winterlage mit starken Gegensätzen
Eine markante winterliche Wetterphase sorgt landesweit für erhebliche Einschränkungen – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Während einige Gebiete immer wieder von Schnee und Wind getroffen werden, kämpfen andere Regionen vor allem mit extremer Kälte und gefährlicher Glätte bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.
Schneeschwerpunkte im Norden
Besonders betroffen zeigen sich die nördlichen Landesteile. Dort ziehen wiederholt kompakte Schneefelder durch, die lokal innerhalb weniger Stunden 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, vereinzelt auch darüber, bringen. Vor allem in küstennahen Regionen kommt es immer wieder zu intensiven Schneeschauern, die Straßen schnell zusetzen und die Sicht teils unter 100 Meter reduzieren. Durch auffrischenden Wind mit Böen bis 60 km/h wird der Schnee zusätzlich verweht, wodurch es rasch zu blockierten Verkehrswegen kommen kann.
Zunehmende Glätte im Westen
Auch westlich gelegene Regionen geraten zunehmend in den Einfluss dieser winterlichen Zone. Hier fällt der Schnee meist weniger ergiebig, häufig nur 1 bis 5 Zentimeter, reicht aber aus, um verbreitet rutschige Straßen zu verursachen. Besonders problematisch ist die Mischung aus leichtem Schneefall und überfrierender Nässe, die eine kaum erkennbare Eisschicht entstehen lässt.
Wechselhafte Bedingungen in der Landesmitte
In den zentralen Landesteilen wechseln sich ruhige Phasen mit neuen Schneeschüben ab. Die Schneemengen bleiben hier meist begrenzt, oft bei 1 bis 3 Zentimetern, in höher gelegenen Bereichen auch bis 5 Zentimeter. Dennoch kann sich durch wiederholtes Auftauen und erneutes Gefrieren eine anhaltende Glätte entwickeln. Pendler und Lieferverkehre müssen sich auf erschwerte Bedingungen einstellen.
Extreme Kälte im Süden und Südosten
Deutlich anders stellt sich die Lage im Süden und Südosten dar. Hier kommt es nur vereinzelt zu Niederschlägen, dafür sammelt sich die kalte Luft über längere Zeit. In klaren Nächten sinken die Temperaturen verbreitet auf -10 bis -15 Grad, in geschützten Tälern lokal sogar unter -18 Grad. Schäden an Wasserleitungen, Fahrzeugen und empfindlicher Technik sind möglich.
Frost auch tagsüber spürbar
Tagsüber bleibt es vielerorts frostig, selbst dort, wo zeitweise die Sonne scheint. Die Höchstwerte liegen häufig zwischen -7 und -1 Grad. In windgeschützten Regionen kann sich Nebel halten, der die Kälte zusätzlich konserviert. In exponierten Lagen verstärkt der Wind das Kälteempfinden deutlich.
Angespannte Entwicklung in den kommenden Tagen
Der weitere Verlauf bleibt angespannt. Neue Schneezonen, zunehmender Wind und anhaltende Kälte deuten auf eine Fortsetzung der winterlichen Belastung hin. Gegen Ende der Woche könnte sich die Lage nochmals verschärfen, mit der Gefahr von stürmischen Böen über 70 km/h und starkem Schneetreiben in mehreren Landesteilen.