Die kommende Woche präsentiert sich in Deutschland sehr wechselhaft und über weite Strecken zu kühl für die Jahreszeit. Verantwortlich dafür ist eine eingeflossene kalte Luftmasse, die sich zunächst hartnäckig hält, bevor sich im Verlauf der Woche von Westen her allmählich mildere Luft durchsetzt. Heute zeigt sich das Wetter dabei noch zweigeteilt: Während am nördlichen Alpenrand schwache Niederschläge fallen, die je nach Höhenlage als Regen oder Schnee niedergehen, gibt es in den übrigen Regionen einen freundlichen Mix aus Sonne und Wolken. In etwa 1500 Metern Höhe liegt die Temperatur landesweit bei rund -5 Grad, was die weiterhin winterlich geprägte Luftmasse unterstreicht. Der Wind weht im Norden mäßig aus westlichen Richtungen und im Südwesten aus nordöstlicher Richtung. Die Schneefallgrenze liegt in den Alpen bei etwa 600 Metern. Die Temperaturen erreichen 6 bis 12 Grad, in Alpennähe bleibt es mit 1 bis 5 Grad deutlich kühler.
Im weiteren Verlauf greift von Nordwesten her ein Niederschlagsgebiet über, das sich bis zu den Alpen ausbreitet und verbreitet Regen, in höheren Lagen auch Schnee bringt. Die Schneefallgrenze steigt dabei leicht auf etwa 700 Meter an. Gleichzeitig lebt der Wind deutlich auf: Im Nordwesten weht ein stürmischer Nordwestwind, im Südwesten ein ebenso kräftiger Südwestwind. Hinter der Front lockert es zwar zeitweise auf, allerdings entwickeln sich rasch neue Schauer und auch einzelne Gewitter. Die Temperaturen bewegen sich dabei meist zwischen 2 und 12 Grad. Die eingeflossene Kaltluft bleibt auch danach wetterbestimmend, sodass sich das unbeständige Wetter mit zahlreichen Schauern und Gewittern fortsetzt. Besonders im Alpenraum wird es dabei markant: Ein kräftiges Niederschlagsgebiet sorgt für intensive Schneefälle oberhalb von etwa 700 Metern. Dadurch steigt die Lawinengefahr deutlich an, und in höheren Lagen bleiben winterliche Straßenverhältnisse ein Thema. In den übrigen Regionen werden meist 2 bis 12 Grad erreicht, lokal auch etwas mehr, während es in den Alpen um den Gefrierpunkt bleibt.
Zur Wochenmitte ziehen sich die Niederschläge zunehmend in Richtung Alpen zurück, wo die Schneefallgrenze zeitweise sogar auf etwa 400 Meter absinkt. Gleichzeitig setzt sich in den übrigen Landesteilen häufiger die Sonne durch, und es wird insgesamt freundlicher. In der Höhe macht sich dabei erstmals ein Zustrom etwas milderer Luft von Westen bemerkbar, auch wenn es am Boden noch vergleichsweise kühl bleibt. Die Temperaturen steigen auf 6 bis 13 Grad, am Alpenrand bleibt es mit 0 bis 5 Grad weiterhin frisch. Allerdings ist die Wetterberuhigung nur von kurzer Dauer, denn bereits kurz darauf nähert sich von Nordwesten die nächste Front mit dichten Wolken, zeitweiligem Regen und erneut auffrischendem, böigem Wind aus südwestlichen Richtungen. Im Südosten kann sich dabei noch am ehesten freundlicheres Wetter behaupten. Die Temperaturen liegen in dieser Phase zwischen 4 und 14 Grad.
Im weiteren Verlauf überquert ein weiteres Niederschlagsgebiet das Land und bringt verbreitet Regen, während Schnee meist auf die mittleren und höheren Lagen der Alpen beschränkt bleibt. Vor allem im Nordwesten wird es erneut stürmisch mit kräftigem Westwind. Die Temperaturen verharren dabei auf einem eher gedämpften Niveau zwischen 2 und 12 Grad. Erst danach setzt sich eine allmähliche Wetterberuhigung durch: Die letzten Schnee- und Graupelschauer ziehen sich in den Alpenraum zurück, und hinter der Kaltfront kann sich verbreitet die Sonne durchsetzen. Damit beginnt eine ruhigere Wetterphase, auch wenn es zunächst noch recht kühl bleibt. In den Schneefallgebieten werden nur um 2 Grad erreicht, sonst steigen die Temperaturen auf 4 bis 14 Grad.
Pünktlich zum Ostersonntag stellt sich schließlich verbreitet freundliches und oft sonniges Wetter ein. Der Wind dreht auf südliche bis südöstliche Richtungen und führt deutlich mildere Luft nach Deutschland, sodass die Temperaturen auf 7 bis 17 Grad ansteigen. In der Höhe zeigt sich jedoch weiterhin ein Temperaturgefälle: Während im Nordosten in etwa 1500 Metern Höhe noch kalte Luft vorherrscht, werden im Südwesten bereits rund +4 Grad erreicht. Auch am Ostermontag setzt sich die Milderung weiter fort, wobei in 1500 Metern Höhe im Westen bereits Werte nahe 10 Grad erreicht werden, während im Osten noch etwa 0 Grad gemessen werden.
Neben dem wechselhaften Wetter sind auch die Niederschlagsmengen bemerkenswert. Bis zum Ostersonntag fallen in vielen Mittelgebirgen verbreitet bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter, am Alpenrand sogar 50 bis 100 Liter. Gleichzeitig kommt es in den Bergen zu teils erheblichen Schneefällen: In den westlichen Mittelgebirgen sind um 10 Zentimeter möglich, wobei nicht alles liegen bleibt, während in den höheren Lagen des Schwarzwaldes, des Bayerischen Waldes und des Erzgebirges 20 bis 30 Zentimeter zusammenkommen können. Am nördlichen Alpenrand sind durch anhaltenden Niederschlag sogar Schneemengen von über einem Meter möglich.
Insgesamt zeigt sich die Woche somit von ihrer unbeständigen und für die Jahreszeit zu kühlen Seite, mit einem Mix aus Schauern, Sonne, teils kräftigem Wind und winterlichen Bedingungen in den Bergen. Erst zum Osterwochenende setzt sich schließlich ruhigeres und deutlich milderes Frühlingswetter durch.