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43 Grad und Wälder in Flammen: Südeuropa im Ausnahmezustand – Deutschland bleibt verschont

Während Deutschland und weite Teile Mitteleuropas einen vergleichsweise milden Hochsommer erleben, herrscht am Mittelmeer der Ausnahmezustand: Bis zu 43 Grad, geschlossene Sehenswürdigkeiten und Waldbrände von Spanien bis Griechenland setzen Einheimische und Urlauber gleichermaßen unter Druck. Die extreme Hitze verlagert sich derzeit klar in den Süden des Kontinents.

​43 Grad: Griechenland schließt die Akropolis

In Griechenland erreichte die seit Anfang Juli anhaltende Hitzewelle am Donnerstag einen neuen Höhepunkt. Auf dem Festland klettern die Werte auf 40 bis 43 Grad, auf den meisten Inseln werden 35 bis 37 Grad erwartet. Weil örtlich 43 Grad überschritten werden, ließen die Behörden archäologische Stätten wie die Akropolis in Athen und das antike Olympia zwischen Mittag und 17 Uhr schließen, um Besucher zu schützen. Der Zivilschutz warnt zudem vor extremer Brandgefahr: Bei Trockenheit und starkem Wind könne schon der kleinste Funke zum Großfeuer werden.

​Von Spanien bis Frankreich stehen die Wälder in Flammen

Besonders dramatisch ist die Lage in Spanien: Nordöstlich von Madrid wütet ein Feuer in der Provinz Guadalajara bereits den sechsten Tag außer Kontrolle, rund 26.000 Hektar sind verbrannt, etwa 1.200 Menschen aus 30 Ortschaften mussten ihre Häuser verlassen. In Südostfrankreich gilt für sieben Départements die höchste Warnstufe Rot, bei einem Brand kamen zwei Feuerwehrleute ums Leben. Auch aus Italien werden Feuer auf Sizilien und Sardinien gemeldet. Bis Mitte Juli forderten die Brände europaweit mindestens 15 Todesopfer.

​Rekordverdächtige Saison – Deutschland bleibt die Ausnahme

Die Bilanz ist alarmierend: Nach Daten des EU-Waldbranddienstes EFFIS registrierte die Union bis Mitte Juli mehr als doppelt so viele Brände wie im langjährigen Mittel. Zur Unterstützung hält die EU über ihre rescEU-Flotte 22 Löschflugzeuge, fünf Hubschrauber und rund 777 Feuerwehrleute in zwölf Ländern bereit – so viele wie nie zuvor. Deutschland bleibt vorerst verschont: Die stärkste Hitze hat sich klar an den Mittelmeerraum verlagert, während der Balkan von Rekordhitze in schwere Gewitter mit Hagel und Sturzfluten umschlägt.