Simon Schöfl
Kommt die kälteste Woche des Jahres?
Europa steckt fest im Wintermodus. Nicht nur bei uns prägen Schnee und Frost das Wetter, auch in West- und Südeuropa ist es eisig kalt – und in der kommenden Woche legt der Winter sogar noch zu. Von Frankreich über Spanien und Italien bis zum Balkan gibt es Schneefälle und Minustemperaturen. Während sich der Schneefall hierzulande meist in Grenzen hält, rutschen die Temperaturen deutlich ab. In vielen Regionen gibt es nachts unter –10 Grad. Tagsüber herrscht Dauerfrost – die Meteorologen sprechen hierbei von einem „Eistag", wenn die Temperaturen am Tag nicht über 0 Grad steigen. Das ist hierzulande besonders ungewöhnlich für die sonst milden Regionen entlang des Rheins und in Nordseenähe.
Die Woche beginnt am Montag vielerorts freundlich mit Sonnenschein oder harmlosen Wolken. Im Norden und Westen ziehen einzelne Schneeschauer durch, vor allem nahe der Nordsee. Die meisten Sonnenstunden gibt es im Südwesten, während sich im Alpenvorland teils zäher Hochnebel hält. Die Höchstwerte liegen im Norden und entlang des Rheins um 0 Grad, im Süden und in den Mittelgebirgen bei maximal –3 Grad. Nachts sinken die Temperaturen auf –2 bis –7 Grad im Norden und Westen, im Alpenvorland bis auf –13 Grad.
Am Dienstag zeigt sich das Wetter trockener und sonniger. Nur im Nordosten und an der Nordseeküste sind einzelne Schneeschauer möglich, in der Südhälfte ziehen teils dichte Schleierwolken durch. Die Höchstwerte erreichen im Norden und Westen maximal 0 Grad, in der Mitte und im Süden –4 Grad. Nachts wird es erneut eisig: In der Südhälfte liegen die Tiefstwerte verbreitet unter –10 Grad, am Oberrhein und im Norden bei –4 bis –8 Grad.
Der Mittwoch startet überall sonnig. Im Tagesverlauf nähert sich jedoch eine Schneefront das Land und sorgt von der Eifel über NRW bis nach Schleswig-Holstein für Schneefall. Die Höchstwerte liegen im Nordwesten bei 0 Grad, im Südosten bei –5 Grad. In der Nacht lassen die Schneeschauer im Westen nach, dort sinken die Temperaturen auf etwa –4 Grad. In der Osthälfte kühlt es unter klarem Himmel deutlich stärker ab: bis –8 Grad im Osten, in Bayern und im Alpenvorland bis –13 Grad.
Am Donnerstag zeigt sich die Osthälfte überwiegend sonnig, während im Westen dichte Wolken dominieren. Im Südwesten fällt regional Schnee. Die Temperaturen bleiben überall im Dauerfrostbereich zwischen –5 und 0 Grad.
Zum Wochenende deutet sich ein markanter Wetterumschwung an. Mildere Luft aus Westen setzt sich durch und könnte zunächst kräftigen Schneefall, später gefrierenden Regen mit gefährlicher Glätte bringen. Nach aktuellem Stand zieht am Freitag eine Schneeregenfront über den Süden und die Mitte Deutschlands, während der Nordosten noch im Dauerfrost bleibt. Die Höchstwerte erreichen im Süden und Westen 2 bis 6 Grad, im Nordosten bleibt es frostig.
Am Samstag folgt ein wechselhafter Mix: In den Mittelgebirgen und im Osten fällt Schnee, im Westen Regen oder Schneeregen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen –2 und +4 Grad. Am Sonntag setzt sich dieses Muster fort: Im Nordosten hält sich Dauerfrost, sonst liegen die Temperaturen knapp über 0 Grad. Im Norden und Osten bleibt es meist trocken, im Süden und Westen fällt Schnee, entlang des Rheins bei Werten bis 3 Grad und Schneeregen.