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Starke Wärmebelastung ab Sonntag in der Südhälfte: 11.900 geschätzte Hitzetote in diesem Sommer

Die kurze Abkühlung zur Wochenmitte war nur eine Atempause. Ab Sonntag warnt der Deutsche Wetterdienst in der Südhälfte wieder vor teils starker Wärmebelastung. Wie ernst diese Sommer-Bilanz inzwischen ist, zeigt eine Zahl aus Berlin: Das Robert Koch-Institut schätzt die hitzebedingten Sterbefälle in Deutschland bereits auf rund 11.900.

​Ab Sonntag wieder Wärmebelastung im Süden

In seiner Wochenvorhersage der Wettergefahren vom Freitagvormittag kündigt der Deutsche Wetterdienst ab Sonntag in der Südhälfte erneut teils starke Wärmebelastung an, am Montag gebietsweise wahrscheinlich. Erwartet werden am Sonntag verbreitet 29 bis 34 Grad, örtlich bis 36 Grad, während es an den Küsten mit 25 bis 29 Grad deutlich erträglicher bleibt. Am Montag hält sich die Hitze im Süden und in der Mitte bei 30 bis 35 Grad, im Nordwesten geht es auf 21 bis 29 Grad zurück. Dazu ziehen von Sonntag bis Dienstag über den Mittelgebirgen und an den Alpen einzelne starke Gewitter mit Starkregen durch.

​Vier heiße Wochen, 11.900 geschätzte Sterbefälle

Der aktuelle Wochenbericht des Robert Koch-Instituts vom 6. August reicht bis zur Kalenderwoche 30 und schätzt für diesen Sommer rund 11.900 hitzebedingte Sterbefälle, mit einem Unsicherheitsbereich von 10.700 bis 13.100. Das entspricht 14,3 Fällen je 100.000 Einwohner. Am schwersten trifft es die über 85-Jährigen mit etwa 6.060 Fällen oder 187,1 je 100.000. Allein rund 9.600 Fälle gehen auf die extreme Woche Ende Juni zurück. Bemerkenswert ist der Vergleich: 2026 zählt bislang erst vier heiße Wochen, 2018 waren es sieben – und die Bilanz liegt trotzdem höher.

​Zweiter Schub ab Wochenmitte, Modelle uneins

Nach einer kurzen Unterbrechung am Dienstag deutet sich ab Wochenmitte der nächste Schub an, doch über dessen Spitze sind sich die Modelle nicht einig. Das europäische ECMWF rechnet bis zum 17. August mit 30 bis 37 Grad und örtlich 39 Grad, das amerikanische GFS setzt um den 14. August bis 40 Grad an. Einig sind beide beim Regen: Bis etwa zum 16. August zeigen die Kontrollläufe kaum Niederschlag. Zur Einordnung: Der deutsche Allzeitrekord steht seit dem 27. Juni bei 41,8 Grad, gemessen in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt.