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Waldbrandgefahr auf Höchststufe von Hessen bis Sachsen: Alarmstufe A und Grillverbote, kaum Regen in Sicht

Der Deutsche Wetterdienst weist am Montag in Teilen von Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen die höchste Waldbrandgefahrenstufe aus. Hessen hat die Alarmstufe A ausgerufen, Wiesbaden untersagt das Grillen im Freien. Ergiebigen Regen bringt die Woche bis Freitag praktisch nirgends – und dann kommen Gewitter mit Blitzen.

​Stufe 5 von Mannheim bis Görlitz

Der Waldbrand-Gefahrenindex des DWD zeigt am Montag, 10.08.2026, an Stationen in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Sachsen und Thüringen die Stufe 5 von 5, darunter Mannheim, Darmstadt, Frankfurt, Hof, Görlitz und Jena. In Brandenburg gilt im Süden – in Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße – die Stufe 4, sonst überwiegend die mittlere Stufe 3. Hessen rief bereits am 3. August die Alarmstufe A aus, weil Bodenvegetation, Reisig und abgestorbene Bäume stark ausgetrocknet sind. Wiesbaden verbietet seit dem 5. August das Grillen auf öffentlichen Plätzen und offenes Feuer im 100-Meter-Streifen an Waldrändern.

​Viele kleine Feuer, ein Großbrand bei Jüterbog

Auffällig ist weniger die verbrannte Fläche als die Zahl der Feuer. Hessen zählte bis Anfang August rund 100 Waldbrände auf etwa 16,5 Hektar, im gesamten Jahr 2025 waren es 116 Brände auf 15,4 Hektar. Brandenburg registrierte bis Ende Juli 241 Waldbrände. Am Samstag brannten bei Grävenwiesbach im Hochtaunus rund 7.500 Quadratmeter, das Feuer griff auf ein Versorgungsdepot der Bundespolizei über. 181 Einsatzkräfte waren gebunden, Munition aus dem Zweiten Weltkrieg erschwerte die Löscharbeiten, zwei Feuerwehrleute mussten versorgt werden. Beim größten brandenburgischen Feuer des Jahres nahe Jüterbog waren vom 30. Juli bis 1. August 308 Hektar betroffen, wegen Altmunition im Boden blieb nur der Kampf an vorbereiteten Riegelstellungen.

​Kaum Regen bis Freitag, dann Gewitter

Dahinter steht der fünfte zu trockene Monat in Folge: In Hessen fielen im Juli im Mittel nur 14 Liter pro Quadratmeter, der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Wochenvorhersage der Wettergefahren des DWD von Montag, 11 Uhr, sieht bis Mittwoch kaum Niederschlag, am Dienstag lediglich an den Alpen einzelne kräftige Gewitter. Ab Donnerstag nimmt die Wärmebelastung im Südwesten wieder zu, erst am Wochenende ziehen kräftige Gewitter auf, am Sonntag im Südosten mit lokalem Unwetterpotenzial. Für die Wälder ist das keine reine Entlastung, denn Blitze und Böen können neue Brände auslösen – der größte Teil der Feuer in Deutschland geht ohnehin auf menschliche Ursachen zurück.